Chi-Quadrat-Test in Stata (Chi2-Test)

In diesem Artikel finden Sie eine Anleitung zur Durchführung des Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstests in Stata. Mit diesem Test wird überprüft, ob ein Zusammenhang zwischen zwei kategoriellen Variablen besteht. Kategorielle Variablen werden manchmal auch als nominal oder qualitativ bezeichnet.

 

Nehmen wir also an, wir untersuchen die beiden Variablen "Geschlecht" und "Parteipräferenz" und möchten sehen ob ein es einen Zusammenhang zwischen diesen zwei Variablen gibt. Da beide Variablen kategoriell sind, ist der Chi-Quadrat-Test geeignet.

 

Wir haben nun je 50 Männer und Frauen befragt, welche der 3 Parteien CDU, SPD und Grüne am meisten ihrer politischen Präferenz entspricht. Das Ergebnis der Befragung haben wir in in einen Datensatz im txt-Format eingetragen. Sie können den Datensatz hier herunterladen:

Download
Geschlecht_Partei_1.txt
Text Dokument 1.2 KB

Nach dem Herunterladen befindet sich der Datensatz in Ihrem Downloads Ordner. Um den Datensatz einzulesen, geben Sie folgenden Code in die Stata-Kommandozeile ein:

 

insheet using "C:\Users\Jakob\Downloads\Geschlecht_Partei_1.txt", names clear

 

Ersetzen Sie hierbei den Nutzernamen "Jakob" durch den Nutzernamen den Sie auf Ihrem Rechner verwenden. Sie haben den Datensatz nun eingelesen. Um den Datensatz in Stata anzusehen, geben Sie in den folgenden Befehl ein: 

 

edit

 

Mit diesem Befehl öffnen Sie die Stata-Datenansicht. Sie sehen nun den Datensatz, der folgendermaßen aussieht:

Stata Dateneditor Ansicht Beratung

Man erkennt, dass der Datensatz 2 Variablen enthält, nämlich die bevorzugte Partei mit den Ausprägungen SPD, CDU und Gruene und das Geschlecht mit den Ausprägungen M und W.

Wir erstellen nun zunächst eine Kreuztabelle der beiden Variablen Geschlecht und Partei. Hierzu verwenden wir den folgenden Befehl:

 

tabulate geschlecht partei

 

Der Befehl bewirkt im Stata-Output-Fenster das folgende Ergebnis:

Kreuztabelle Stata

In der Kreuztabelle ist ersichtlich, dass 23 Männer CDU bevorzugen haben, aber nur 11 Frauen. Ebenso sieht man, dass die SPD von Frauen bevorzugt wird: 25 Frauen gegenüber 15 Männern bevorzugen diese Partei. Dieses Ergebnis deutet also darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen Geschlecht und Parteipräferenz besteht.

Um zu untersuchen, ob der Zusammenhang statistisch signifikant ist, wenden wir den Chi-Quadrat-Test an. Hierzu geben wir den folgenden Befehl ein:

 

tabulate geschlecht partei, chi

 

Dies resultiert in folgendem Stata-Output:

Chi Quadrat Test Stata Kreuztabelle

Der Output enthält als wichtigste Kennzahl rechts unten den p-Wert bzw. p-Value. Dieser beträgt 0.032 und ist damit kleiner als 0.05. Somit haben wir nachgewiesen, dass zwischen Geschlecht und Parteipräferenz ein statistisch signifikanter Zusammenhang besteht.

 

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